Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade daraus…Meine erste Langdistanz im Aqua Bike (10. August 2025)
Immer mehr Triathlon Veranstalter bieten diese Disziplin zusätzlich zum Triathlon im Rahmen des Wettkampfs an und bereits drei Mal konnte ich so wieder an Wettkämpfen (Mitteldistanzen) teilnehmen.
Ende letzten Jahres habe ich dann zufällig gesehen, dass der Nordschwarzwald-Triathlon dieses Format auch als Langdistanz-Strecke anbietet und so habe ich mich nach Rücksprache mit meiner Familie und im Anfall von Größenwahn einfach angemeldet.
Nun musste ich das erste Mal seit Jahren wieder nach Trainingsplan trainieren und wieder all meine Freizeit dem Sport widmen, denn insbesondere das Radfahren mit über 1.800 Höhenmetern war eine echte Herausforderung.
10.08.2025
Ich stehe an der Startlinie des Nordschwarzwald-Triathlons. Es ist bestes Wettkampfwetter: Sonnenschein, Wassertemperatur 20,5 Grad, wenig Wind(noch). Endlich geht es los.
Das Schwimmen läuft gut, ich bin sehr entspannt und gehe es verhalten an, denn ich weiß, dass das Radfahren mich noch einiges an Kraft kosten wird. In der ersten Runde bin ich in der vorderen Gruppe dabei, leider bin ich nach dem Australien Exit komplett allein, da meine Gruppe sich immer mehr zurückfallen lässt.
Am Ende komme ich als 2. Frau mit 1:05,57 aus dem Wasser und ab geht’s aufs Rad.
Die Zufahrt vom See zur ersten von drei 50 km Runden ist leicht bergab bzw. flach und so starte ich schnell und entspannt. Nach Nagold beginnt dann der Teil der Strecke bei dem auf ca. 20 km rund 600 Höhenmeter zu überwinden sind. In der ersten Runde bin ich noch mit den schnellen Radfahrern unterwegs und gehe es auch für meine Verhältnisse etwas zu schnell an. Aber die Stimmung an der Strecke ist super, in jedem Ort werden Stimmungsnester aufgebaut, Musik, Bratwurstgeruch und lachende und jubelnde Menschen…
Am ersten Wendepunkt dann Fun-Ball Trikots und die mir gut bekannten Kuhglocken peitschen mich die letzten Höhenmeter der ersten Runde hoch. Meine besten und liebsten Fans warten auf mich.
Danach geht’s 10 km bergab und weitere 20 km flach und dann wartet wieder der lange Anstieg auf mich. Die zweite Runde lass ich es dann etwas ruhiger angehen, damit ich die dritte Runde auch noch gut schaffen kann.
In der dritten Runde nehme ich mir dann vor, alles rauszuhauen, schließlich muss ich ja keine Reserven mehr für das Laufen aufheben und so kann ich dann noch den ein oder anderen Radfahrer überholen.
Und dann ist die T2 endlich in Sicht. Für die Aquabikler ist die Zeitmatte der 2. Wechselzone die, wo die Endzeit gemessen. Der anschließende kurze Lauf ins Ziel ist dann quasi nur noch die Kür. Meine Radzeit mit 6:17,10 ist dann doch sehr viel besser, als ich gedacht hatte. So ist der Zieleinlauf, wo auch schon meine „Lieblings-Fans“ auf mich warten eine große Freude. Am Ende habe ich eine Gesamtzeit von 7:27,53.
Alles in allem bin ich mega happy, dass ich weiterhin meinen geliebten Sport in etwas anderer Form betreiben kann und auch immer noch große Distanzen schmerzfrei bewältige.
Den Nordschwarzwald-Triathlon kann ich rundum weiterempfehlen. Mit seinen Formaten Sprint, Triathlon Langdistanz, Aqua Bike Langdistanz und Zeitfahren 50km und 100km ist für jeden Sportler was dabei.




