Ironman Frankfurt

von Jochen M., Thomas P. und Thomas DM

Jochen:

Bei bestem Rise and Shine Wetter fuhren Thomas Pani und ich in Richtung Langener Waldsee, TDM war separat angereist, wir fanden aber Gelegenheit uns noch gegenseitiges Glück zu wünschen. Beim Schwimmen habe ich kurz die Lage sondiert, es sah so aus wie ich erwartet hatte, aussen voll, innen voll, da bin ich nach innen, wenn es sowieso voll wird dann lieber auf dem kürzeren Weg. Die ersten zwei Geraden und vor allem Bojen waren auch entsprechend ätzend, meine persönliche Meinung ist, dass der Massenstart mit so vielen Leuten ok ist, wenn man erst mal auf einer großen Breite lange Zeit geradeaus schwimmt, an der ersten Boje finde ich es im Langener Waldsee aber geradezu gefährlich, es kommt zum Stau und irgendwann drückt man selbst den im Stau zwangsläufig langsamer werdenden Vordermann, weil man von hinten gedrückt wird und es keinen Raum mehr gibt, wo man noch hin kann. Ab der zweiten Boje war es aber angenehm, ich habe mich (ab dann) an die McCormack Weisheit gehalten, das Schwimmen einfach zu geniessen, was geklappt hat, das hat sich bei mir so ausgewirkt, dass es sich nachher sehr "flüssig" (ja klar, war ja im Wasser) angefühlt hat. Der erste Wechsel lief ebenfalls gut, es regnete schon ordentlich, da es morgens aber warm gewesen war und die Wettervorhersage ja von kurzen Schauern gesprochen hatte, waren meine Sorgen nur gering (wenn der Himmel da auch nicht mehr nach kurzem Schauer aussah, aber na ja). Eine Wahl hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr, die Radregenjacke schlummerte bereits im After Race Beutel vor sich hin.

Auf dem Weg in Richtung Frankfurt habe ich dann erst mal ruhig getreten und gefrühstückt (ein Oatmeal Snack und der bessere Teil einer Vitargoflasche), wie ich schon vorhergesehen hatte, wurde es auf der Hanauer erst mal eng, da war konzentrieren angesagt. Die Wassermengen, die auf der Strasse standen und/oder flossen waren schon recht heftig, die Radreifenproduzenten dürfte es gefreut haben, dass der ganze Müll auf die Strassen gespült war, so viele Reifenpannen habe ich selten gesehen. Bis Friedberg lief es dann trotzdem ganz gut, auf den Abfahrten habe ich es locker angehen lassen, in den Kurven ebenso. So langsam wurde mir allerdings kühl, ich hatte eine ständige Gänsehaut, zwar war ich schon immer kälteempfindlich auf dem Rad, aber damit hatte ich nicht gerechnet angesichts der vorhergesagten 23 Grad. (An dieser Stelle allen Startern vom letzten Jahr alle Achtung, wie der Wind war weiß ich nicht, aber bei der Kälte letztes Jahr und Nässe den ganzen Tag unterwegs zu sein ist schon ein Wort.) Der Spaß auf dem Rad hörte dann ab der Burgmeile in Friedberg auf. Voller Gegenwind, stark und mit noch stärkeren Böen, da hatte ich schon eine Idee, wie es werden würde auf dem Rückweg. Training im Regen ist ja ok, aber bei dem Wetter wäre ich vermutlich nicht als Training Rennrad gefahren. Zwar habe ich zugesehen, dass der Puls nicht zu hoch kam, um den Stoffwechsel in der Fettverbrennung zu halten, aber an Kraft sparen war nicht zu denken, das Tempo wollte nicht wirklich hochkommen, trotz ordentlichen Krafteinsatzes, der einzige Trost war, dass es den anderen nicht besser ging. Es glich mehr einer Kraftausdauereinheit, leider bis nach Frankfurt in die Stadt. Mein eigentliches Problem zu diesem Zeitpunkt war aber die Kälte, durch den Gegenwind und die Nässe bin ich immer mehr ausgekühlt und fuhr sprichwörtlich zähneklappernd den Heartbreak Hill hoch…wo dann der schönste Augenblick des Tages auf mich wartete, als ich eine Regenjacke überziehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich eine zweite Runde so unterkühlt durchhalte, glücklicherweise hatte Anja meinem Vater meine "bessere" Radregenjacke geliehen (keine Angst, er hatte noch eine andere Jacke dabei), die ich dann übergezogen habe. Die Zähne haben aber bis Maintal weitergeklappert, es ging zwar besser, aber gut erst, als die Sonne zurückkam. Die zweite Radrunde war dann bis auf einen kräftigen Schauer hinter Friedberg trocken, der Wind war aber keineswegs angenehmer geworden, also nochmal lange Kraftausdauer, Puls wieder schön unten halten, bloß nicht zu sehr in die Kohlehydratverbrennung gehen lautete meine Strategie auch weiterhin. Die Sonne wärmte aber, so dass ich mich deutlich wohler fühlte, von einer guten Radzeit hatte ich mich ohnehin schon verabschiedet, dafür wird der geeignete Tag in einem anderen Jahr schon noch (oder wieder, das war glaube ich mit Abstand die schlechteste Radzeit auf einer Langdistanz bisher, selbst ohne Training in Roth war ich schneller) kommen.

Ein paar allgemeine Beobachtungen vom Radfahren: auf der zweiten Radrunde haben die Wettkampfrichter offenbar mehr durchgegriffen, da herrschte echtes Gedränge in den Penalty Boxen, gut so, denn zum Teil war das schon sehr extrem mit dem Gelutsche. TDM hat erzählt, eine Helfer habe von "20 Stürzen" berichtet, halte ich für total unplausibel, ich selbst habe drei Stürze gesehen, zwei in Kurven, ein mE schlimmer auf der Geraden durch eine Windböe und vermutlich Unkonzentriertheit. Mein Nachbar hat in der Kurve in BV hinter der Unterführung zugeschaut und allein 5 Stürze dort gesehen, für mich ist 20 daher schwer zu glauben, vielleicht nur 20 schlimme Stürze mit Sani etc., wie will der Veranstalter auch zählen, wie oft jemand gestürzt ist, wenn der sich nichts oder nur wenig tut und einfach weiterfährt ? Den neuen Streckenabschnitt habe ich gestern verflucht, allerdings fand ich, dass die Zuschauer sich in Petterweil ganz schön ins Zeug gelegt haben, das darf man wohl als neues Stimmungsnest mit aufnehmen.

In T 2 hat mir die freundliche Helferin dann leider erst mal den Beutel von 2114 (ich hatte 2141) gegeben, die Schuhe passten aber nicht (:-)), da habe ich mir dann doch noch meinen eigenen holen müssen. Auf Runde 1 kurz vor dem Ziel hat mich dann Marino eingeholt (:-)), ok, er war bereits fertig und ich hatte noch drei Runden vor mir, ist aber schon inspirierend, wie locker das aussah. Beim Laufen habe ich dann exakt nach Plan den Puls regieren lassen und habe auch der Versuchung widerstanden, als einer der Jungs, die in meiner Nachbarschaft liefen mir auf Runde 2 vorrechnete, wir könnten doch die 10.30 h noch schaffen. Er suchte wohl einen Verbündeten für die Tempoverschärfung, auf Runde 4 wusste ich, dass ich weise gehandelt hatte. Den Lauf habe ich das erste Mal im IM als insgesamt gut gelungen empfunden, über 30 km wirklich komfortabel gefühlt, dann 12 km etwas härter. Auf Runde 4 habe ich mich dann auch wirklich gefreut nicht weiter auf der Frankfurter Seite laufen zu müssen, vom Gegenwind hatte ich echt genug für den Tag.

Mein Fazit:
Etwa 1,5 Wochen vor dem IM habe ich eine "Energiestoffwechselleistungsdiagnostik" gemacht, die mir deutlich gemacht hat, woher bei welchen Belastungen meine Energie kommt (dh jeweils nach Leistungsstufe, in Puls ausgedrückt in welcher Zusammensetzung jeweils aus Fett und aus Kohlehydraten). Auf dieser Basis kann man natürlich einiges für sein zukünftiges Training ableiten, für den IM habe ich meine Überarbeitung der Ernährungsstrategie damit gemacht, eine weitere Konsequenz war das insgesamt zurückhaltendere Agieren auf dem Rad und zumindest für 30 km auch beim Laufen strikt nach Daten, aus denen ich so ableiten konnte, dass ich mich im Bereich dessen bewege, was man durch Kohlehydrataufnahme im Rennen ausgleichen kann. Das hat ganz klar funktioniert.

Im Ergebnis ein Klassetag, Schwimmbestzeit, Marathon endlich mal auch im IM gut funktioniert, persönliche Bestzeit gesamt, als schönste Rennphasen habe ich das Schwimmen ab Boje 2 und den gesamten Lauf empfunden, das Radfahren empfand ich dagegen gestern insgesamt als viel härter als bei den anderen Langdistanzen bisher.

Vielen Dank an Euch alle für das Anfeuern und Motivieren an der Strecke, das war ja zumindest beim Radeln auch eher arg nass, umso mehr gebührt Euch der Dank.

Thomas P.:

Liebe Freunde,

ich muß gestehen der 8.07.2012 war bisher in meinem Leben der anstrengendste Tag, aber auch, dank Eurer Unterstützung, einer der Wunderbarsten.

Der Tag endete für mich mit unbeschreiblichen Eindrücken, dank Eurer Motivation und durchhalte Parolen, auch sehr erfolgreich.

Nachfolgend möchte ich meine Erlebnisse beschreiben, zumal sie mir später als Erinnerung dienen sollen:

Das Schwimmen:

Gemäß Karstens Empfehlung, reihte ich mich als ganz guter Schwimmer in der Mitte der forderen Reihen ein. Wunderte mich kurz vor dem Start, das es doch so einfach war sich vor zu drängeln. Endlich kam der ersehnte Startschuss. Anders als in Kraichgau, bedingt durch den Hells Bells Glockenschlag von AC/DC, war er, zumindest mein Eindruck, Emotionloser.

Obwohl ich gut weg kam, umrahmten mich schon nach wenigen Metern so viele Körper, das es sich aufstaute. Hier erfuhr ich beängstigende Momente. Viele wohl gleichschnelle Schwimmer schwammen über mich, manche quer, manche drückte meine Beine und Rücken, durch Ihren Kraularmzug, unter Wasser. Weil das natürlich auch beim Luft holen passierte, bekam ich häufiger Atemnot und eine gewisse Panik. Besonders bei den Eckbojen. Auch der Versuch, einen größeren Bogen bei der nächsten Boje zu machen, misslang. Die ganz Linken und die Mittig Schwimmer trafen nun mal auf den Linkskurven aufeinander. Eine 4 fache Teilnehmerin erzählte mir später auf der Radstrecke, das sie das Schwimmen als noch nie so schlimm empfand. Vielleicht war auch die Rekordteilnehmerzahl schuld und das Event stößt an seine Kapazitätgrenzen. Das nächste mal, sofern es ein nächstes mal für mich geben wird, würde ich mich rechts, vorne platzieren. Einfach um die Möglichkeit zu haben, aus dem Getümmel fliehen zu können. Auch wenn man sich von der Ideallinie weg bewegt. Das schwimmen bleibt also für mich als sehr gefährliche Situation in Erinnerung. Überraschend war ich nach all der Unruhe auf die doch gute Schwimmzeit von 1:03. Der Wechsel verlief reibungslos in 5 min. Am Seeausgang freute ich mich die schreiende Uli, aus dem Augenwinkel heraus, zu erblicken. Sie klopfte mir auf die Schulter und ermutigte mich nach dieser Erfahrung.

Das Radfahren:

Auch hier befolgte ich Karstens Anweisung, strikt nach Puls zwischen 140 und 150 zu bleiben. Bis auf die Anstiege konnte ich das auch gut einhalten. Leider verhakte sich schon beim ersten Schalten auf das kleine Kettenblatt mein Umwerfer und die Halterung lockerte sich. Dadurch konnte ich auf der gesamten Strecke nicht mehr auf das kleine Kettenblatt wechseln. Gleiches ist mir schon vor 4Wochen auf der Mitteldistanz in Kraichgau passiert und ich dachte wir hätten es ein für alle mal repariert. Also musste ich die Anstiege mit dem großen Kettenblatt erklimmen. Gut, das die Strecke relativ flach verläuft. Am Hühnerberg und Hartbreak Hill kletterte mein Puls dann auch mal auf 170 hoch. Dazu kam der Starke Gegenwind durch die schlechte Wetterlage die sich einstellte. Besonders von Rodheim Richtung Petterweil und weiter Richtung Bad Vilbel.

Der Regen peitschte einem ins Gesicht. Vor einem sind immer wieder Fahrer, bedingt durch den extremen Seitenwind ins schlingern geraten. Viele gestürzte Radfahrer mit Schürfwunden oder sogar mit Kopfverletzungen, sah ich an der Strecke. Manche warteten auf den Krankenwagen und wurden von den Kampfrichter notdürftig versorgt. Um nicht das gleiche zu erleiden waren auch hier meine Sinne sehr angespannt. An manchen Kurven wie Massenheim lagen nur noch Fahrräder herum, die Fahrer waren wohl schon abtransportiert. Dank der sonntägigen Rise&Shine Ausfahrten und des dabei, größten Teils, schlechten Wetters, bekam ich wohl viel Erfahrung damit gut zurecht zukommen.

Dazu kamen extrem viele Reifenpannen. Fahrer die hektisch Ihre Fahrräder in der Böschung reparierten. Außerdem fuhr eine Weile ein Israeli vor mir mit gebrochener Speiche. Es scheinte Ihm nichts auszumachen, das dieser laut gegen den Rahmen schlug. Er fuhr einfach weiter. Ich dachte, gleich würde sie wegfliegen und mir in die Beine oder sonst wohin. Irgendwann war er dann verschwunden. Bei der Einfahrt in Massenheim, endlich vertraute Gesichter, jubelnde Fun- Baller. Ein Gänsehaut Gefühl. Echt super, Danke nochmals dafür.

Das Radfahren insgesamt war eine Herausforderung, nicht nur wegen den 180km, sondern wegen dem Starkregen und der Winde bedurfte es eiserne Durchhaltekraft.

Nach 5:37 kehrte ich erleichtert in die 2.Wechselzone. Auch dieser Wechsel verlief ohne Probleme. Nach nur 2min ging ich dann auf die Laufstrecke.

Das Laufen:

Inzwischen kam die Sonne heraus und es wurde wärmer. Die ersten beiden Runden verliefen verhältnismäßig locker. Auch hier beobachtete ich meinen Puls (135-145) und die Zeit pro Kilometer (5:15). Dann endlich wieder die Fun-Ball Gemeinde die mich mächtig motivierte. Antonio, Thomas B, Andrea&Andreas , Christian&Alex L.

Total gefreut hatte ich mich auch Constantin zu erblicken, hatte er sich doch extra Zeit für mich genommen. Er lief ein paar Schritte mit mir und spornte mich an. Herzlichen Dank an Euch alle.

Dann kam die 3. Runde und leider auch der berüchtigte Hammer. Karsten hatte mich gewarnt. Immer wieder dachte ich an seine Worte für die 4.Runde "Du musst daran denken, das du an dieser Stelle nicht noch einmal vorbei kommst" leider war es aber erst die 3.Runde. Meine Schritte wurden kleiner und ich dachte "Hier musst du ja nochmal entlang". Dann überholte mich Jochen lockeren Fußes. Glaubte bisher alles richtig gemacht zu haben und trotzdem fühlte ich mich schlecht. Jetzt kamen Zweifel ob ich es überhaupt durchs Ziel schaffe.

Endlich nach der 3.Runde bat ich meine Freundin Tatjana meine beiden Töchter in den Zielbereich zu bringen. Das war, glaube ich die Lösung die 4.Runde geschafft zu haben. Der Gedanke meine Kinder warten auf dich, jetzt mußt du dich beeilen. Das kennen Eltern. Das Laufen ging trotz Muskel- und Gelenkschmerzen wieder besser.

Ziel:

Nach der Einbiegung auf dem Römer, massenhaft fremde Menschen die einen zu jubelten, einfach Gänsehaut Feeling. Meine Augen suchten meine Familie, bin ich womöglich schon an ihnen vorbei gelaufen? Sind sie daran gehindert worden? Warten sie nach der Ziellinie auf mich? Nein, ca.20 Meter davor erblickte ich meine Zwillinge. Ich nahm sie an die Hand und schaffte meine erste Langdistanz in einer Zeit von 10Std und 47min.

Einer meiner wunderbarsten Tage meines Lebens.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Karsten, der leider Urlaubsbedingt nicht dabei sein konnte. Dank seiner Unterstützung und das begann beim Trainingsplan und dessen Umsetzung, die Ernährung und die wertvollen Tipps für den Wettkampftag, schaffte ich mein großes Ziel sogar unter 11Stunden zu bleiben.

Thomas DM:

First Ironman Frankfurt European Championship08.07.2012

Nach mehr als einen halben Jahr Vorbereitung war es am 8.7.2012 endlich soweit.

Um 3:00 klingelt am Sonntag früh der Wecker. Ich habe kurz aber gut geschlafen und freue mich darauf dass es nun endlich losgeht.

Nun in Ruhe das Frühstück in Form von Grießbrei und Kaffee genießen und los geht es um 4:30 Richtung Frankfurter Innenstadt.

Der Pendelbus fährt pünktlich 5:00 vor dem Eisernen Steg ab, aber verfährt sich, so dass wir erst um 5:45 am See sind.

Das Wetter sah super aus und es war kein Regen in Sicht. Die Nervosität war allgegenwärtig und der Weg zum See zu dieser frühen Stunde ein Erlebnis.

Die Suche nach dem richtigen Startplatz gestaltete sich gar nicht so schwierig. Viele Athleten warteten noch am Ufer und die echt schnellen Schwimmer sammelten sich direkt vor der Startlinie.

Ich suchte mir einen Platz in der 2. oder 3. Reihe etwas rechts, mit möglichst viel Platz um mich herum. Ich denke dies war eine gute Wahl da ich bis zur ersten Wendemarke recht unbehelligt schwimmen konnte. An der Wendemarke wurde es zwar eng aber immer noch erträglich. Nach dem Landgang ging es auf die zweite Schleife und auf dem Rückweg versuchte ich herauszubekommen ob es regnet oder alle nur kräftig plantschten. Aber am Ende der Schwimmstrecke war klar: es regnet. Ich habe mir dann alle Zeit der Welt für den Wechsel genommen und bin nach 1:12:25 Schwimmen und 10 Minuten Wechselzeit auf die Radstrecke gegangen.

Die Marschroute war nun klar, die ersten 90 Minuten Piano nach Puls und dann auch gern etwas schneller aber trotzdem noch unter 150 Pulsschläge pro Minute. Das klappte auch wunderbar und hatte vielleicht auch den positiven Nebeneffekt dass mich der Regen nicht aus dem Konzept gebracht hat. Ich dachte mir einfach, wie gut das wir an Osten im Schneeregen trainiert haben und uns die Wetterau immer mit ausreichend Gegenwind versorgt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Radteil für mich zum Glück recht unspektakulär war. Ich war mit meinem Puls, dem Wind und Essen beschäftigt und habe mich gefreut als nach der ersten Runde in Frankfurt die Sonne wieder hervorkam. Die zweite Runde war zwar auf dem Rückweg von Friedberg recht unangenehm und hart, aber diesen Kampf hatten alle zu bestehen und da meine Zeit immer noch besser als erwartet war, hatte ich auch die notwendige Ruhe.

Nach 5:49:18 stieg ich vom Rad und durfte erneut die Wechselzone genießen. Auch hier habe ich mir ausreichend Zeit genommen und inklusive eines kurzen Besuch auf dem DIXI 7 Minuten verbracht.

Die ersten 15km des Marathon waren wirklich eine echte Freude. Das gute Wetter hat genug Zuschauer angezogen und es gab an jeder Ecke jemanden zu entdecken. Nicht zuletzt meine Familie und das FUN-BALL Stimmungsnest auf der Sachsenhäuser Seite haben für ausreichende Kurzweil gesorgt. Die Marathon Vorgabe war auch festgelegt: ruhig und beständig ohne Einbruch eine Zeit unter 4 Stunden abliefern. Diese Rechnung ging auch auf und die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Die Geschwindigkeit konnte ich recht konstant über die gesamte Strecke halten und in der letzten Runde konnte ich eine große Zahl meiner Mitstreiter und Mitstreiterinnen einsammeln. Es ist ganz angenehm wenn der abschließende Lauf die stärkste Disziplin darstellt und es einem gelingt hier noch einige Plätze gut zu machen. Nach ca. 3h50Min ging es dann auf den letzte Kilometer Richtung Ziel. Endlich den Abzweig zur Finishline nehmen und den Zieleinlauf genießen. Das ist einfach großartig und heute ärgere ich mich, dass ich mir nicht mehr Zeit auf diesen letzten 200m genommen habe.

Nach Insgesamt 11:13:49 war ich mit einer viel besseren Zeit als erwartet glücklich und zufrieden im Ziel.

Als Fazit kann ich sagen, dass dies das Ergebnis einer guten Vorbereitung war, die nicht erst vor 6 Monaten begonnen hat sondern sich über die letzten drei Jahre erstreckt hat und ohne die Mitglieder und Mitgliederinnen der FUN-BALL Triathlon Abteilung nicht möglich gewesen wäre. Triathlon ist eine Einzeldisziplin die aus meiner Sicht als Hobby-Athlet am besten in der Gruppe betrieben wird.

Besten Dank an alle Unterstützer und Unterstützerinnen

Ich liiieeeeebeeeeee Euch alleeeeee !!!!!!!!!!

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