Ironman Frankfurt (8. Juli 2018)

(von Karsten K) Schlumpf-Style am Main - so tauften die Fun-Ball Supporter an der Laufstrecke mein Outfit beim Ironman 2018. Nicht ganz zu unrecht, wie man sieht. Die Performance war ansonsten aber nicht unbedingt "schlumpfig" ...

Der Tag begann mit einem recht angenehmen Schwimmen, der Rolling Start war hier ganz klar ein Plus, um mich herum von Anfang an etwa gleichschnelle Athleten, so dass ein weitgehend ungestörtes Vorankommen möglich war. Auch fanden sich immer ein Paar Füße, an die man sich anhängen konnte um sich ein bisschen mitziehen zu lassen im Sog. Nach 58:19 gings aus dem Wasser raus, das Ziel "unter 1h" also klar erreicht, ein Top-Start in den Wettkampf! Ich hatte beim ersten Wendepunkt nach 750m, beim Australian Exit nach gut 1500m und auch kurz vor der 90 Grad Richtungsboje auf der zweiten Runde bei 2500m auf meine Uhr gelunzt und schon gesehen dass ich gut in der Zeit liege, da schwimmt es sich doch gleich noch etwas schwungvoller weiter.

FB_AustrExit

Die Unterstützung morgens am See schon weltklasse, vor dem Start, beim Landgang nach 1500m und beim Finish nach 3800, überall waren Vereinskollegen und es wurde gebrüllt und geklatscht und gebimmelt was das Zeug hält!

Auf dem Rad empfing uns Sportler gleich ein deutlich spürbarer Wind aus Nordost, genau die Richtung in die die ersten 30km zu fahren war bis an den Fuß des Hühnerbergs. Das fühlte sich alles locker an, war aber im Rückblick vielleicht doch einen Tacken zu forsch bei mir. Die zweite Radrunde, der Wind mittlerweile aus Nordwest, war dann nämlich ziemlich zäh auf dem Weg nach Friedberg rauf, selbst auf dem Rückweg nach Frankfurt mit Rückenwind war der Speed der ersten Runde nicht mehr drin, das hat unter dem Strich sicher einige Minuten gekostet. 5:22 oder 34,6er Schnitt, eigentlich gar nicht schlecht für 185km und einige Höhenmeter mehr als in Frankfurt gewohnt als Bonus obendrauf, trotzdem nicht ganz optimal, ein feiner Grat den genau zu treffen nicht einfach ist, aber leicht drunter ist definitiv besser als leicht drüber.

KKKK_Rad

Und dann das Highlight der Frankfurter Strecke, das Laufen am Main, dicht gesäumt von tausenden Zuschauern!

FB_Plakate

Meine Eltern und mein Sohn waren da, Studienfreunde, Arbeitskollegen, und natürlich der halbe Verein mit Mega-Spektakel, unsere Beachflags wehten, Plakate, Anfeuerung, Abklatschen, LaOla, es war ein Fest. Bis ca. 15km vor dem Ziel, da war dann Schluss mit Tempokontrolle, jetzt hiess es A...-Backen zusammenkneifen und durchziehen. Ja, tat weh. Aber der Support, wenn auch nur noch wie durch eine Nebelwand wahrzunehmen, half mächtig mit das Ganze ins Ziel zu bringen. Laufzeit 3:46 und Gesamt 10:15 standen am Schluss da, Platz 31 in meiner Altersklasse, ein gutes Ergebnis mit dem ich zufrieden sein kann. Viele Sachen haben sehr gut geklappt an diesem Tag, zB das Schwimmen, oder die Kühlstrategie beim Laufen, trotz 30 Grad im Schatten war mir selbst in der Sonne nicht zu warm, weil ich mein Schlumpf-Outfit immer feucht gehalten habe, das hat herrlich gekühlt. Insgeheim hatte ich aber doch gehofft, näher an die 10h-Marke kommen zu können oder diese gar zu unterbieten, das war dann leider nicht drin. Hätte ich mal das Radfahren einen Schnaps defensiver begonnen, dann wäre vielleicht noch was gegangen in diese Richtung. Bei meinen bisherigen drei Langsdistanzen bin ich das Radfahren deutlich unter dem Limit angegangen, diesesmal wollte ich bewusst näher ran. Aber wie gesagt lieber 2% drunter als 0,5% drüber. So bleiben noch Ziele für einen zukünftigen Start :-)

KK_Schlumpf3

Galerie